Seit 1902 − Bäckerei − Konditorei − Café

Als vor hundert Jahren Anton Hench zusammen mit seiner Frau Berta die ehemalige Bäckerei Roth in der Sandgasse in Aschaffenburg als „Bäckerei Hench" neu eröffnete, war das ein recht überschaubares Geschäft.
Anton stand Tag für Tag viele Stunden in seiner Backstube und war bald für seine gute Ware, besonders seine Butterhörnchen, bekannt, wenn sich auch mancher wunderte, warum er nicht größere Brötchen aus dem Ofen holte, wo er doch so auffallend große Hände gehabt haben soll.
Seine Berta, in Ergänzung, lebte für ihren Laden. Mit Freundlichkeit, Verbindlichkeit und Fleiß verstand sie es, die Herzen und Mägen der Aschaffenburger für sich zu gewinnen.

Diese Aschaffenburger lebten in einem Städtchen, das man sich nicht viel anders vorzustellen braucht als es in Trockenbrodts "Ascheberger Sprüch" beschrieben ist.

Durch all diese geschichtlichen Turbulenzen hindurch verstanden es die beiden Firmengründer die Bäckerei Hench zu einer festen Größe in Aschaffenburg zu machen - und das obwohl es in der Sandgasse, die zur Jahrhundertwende „Fressgass" genant wurde, seinerzeit neben zehn Metzgereien noch eine Konditorei und vier weitere Bäckereien gab. Selbst die erste Filiale in der Friedrichstraße, war noch von Anton und Berta eröffnet worden, bevor das Geschäft 1937 an die Söhne Ludwig und Karl übergeben wurde. Da Karl schon bald zum Kriegsdienst eingezogen wurde und 1943 fiel, mussten Ludwig und seine Frau Johanna die schwere Zeit des 2. Weltkriegs alleine meistern.
Ludwig, der in seiner Jugend in Berlin, Wien und sogar in Amerika beachtliche Berufserfahrung gesammelt hatte erweiterte nun den übernommenen Betrieb zu einer Bäckerei-Konditorei, an die nach Zukauf des Anwesens Sandgasse 13 sogar noch ein Café angeschlossen werden konnte.
Früher als geplant musste mit Hubert Hench und seiner Frau Sieglinde die dritte Generation in die Verantwortung.

Es war die Zeit des Wirtschaftswunders und West-Deutschland war Boom-Land.
Diesen Boom erlebte auch die Bäckerei Hench.
1961 wurde die Filiale Frohsinnstraße 13 eröffnet und ´64 eine weitere im Rossmarkt.

Der Sandgasse standen inzwischen große Veränderungen bevor. Die Umwandlung von B8 in Fußgängerzone und gleichzeitig der Bau der City Galerie zwangen zu einer Neuorientierung. In dieser Situation entschied sich Hubert Hench, die Bäckereiproduktion in der väterlichen Backstube zu beenden. In Mainaschaff wurde ein geeignetes Gelände gefunden und 1972 gemeinsam mit dem Partner Rainer Weißkopf die Bäckerei MAIN-BACK gebaut.

Hubert und Sieglinde Hench fanden Zeit, sich neben der Arbeit mit Reisen, Musik und Kunst zu beschäftigen, was sich in der Sandgasse durch die vielen interessanten Ausstellungen bemerkbar machte, mit denen Sieglinde Hench ihr Café zu einer richtigen kleinen Galerie werden ließ.
Nun entschied sich sein ältester Sohn Georg, in den elterlichen Betrieb einzusteigen und beschloss, nach Abitur, Bäckerlehre und betriebswirtschaftlichem Studium die Prüfung als Bäckermeister abzulegen.

Im Sommer 1985 kam er zurück nach Aschaffenburg und eröffnete die Filiale am Bahnhof als „Bäcker-Café" neu.

Georg Hench mobilisierte zusammen mit seiner Mutter Sieglinde und mit der Unterstützung einer loyalen und treuen Mitarbeiterschaft, alle Kräfte um den Betrieb am Laufen zu halten. 1988 wurde in der Herstallstraße die ehemalige Bäckerei Arnold als Hench-Filiale weitergeführt.

1992 entschied sich Georg Hench mit seiner Mutter, seinen Bruder Bernhard mit „ins Boot zu holen". Der hatte seit 1985, zusammen mit Schwester Elisabeth, selbständig die ehemalige Filiale im Rossmarkt als Café „Schwarzer Riese" geführt. Er überließ dieses Geschäft seiner Schwester und ihrem Mann, Hubert Maidhof, und stieg in das Familienunternehmen mit ein.
1993 wurde die Bäckerei Hench in die HENCH-FEINBACK GmbH umgewandelt, mit Sieglinde, Georg und Bernhard Hench als Geschäftsführern. 

Mittlerweile können Sie schon die fünfte Hench-Generation hinter der Ladentheke erleben, wenn Ihnen Hanna, Lotta, Magdalena, Anna, Veronika oder Joschka Hench die guten Elisenlebkuchen, den beliebten Welzebengel, das legendäre Wagenradbrot oder sonst eine von den bekannten Hench-Spezialitäten verkaufen.